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Dienstag, 24. April 2018, 18:00 Uhr

Vögel im Garten

Die 40 häufigsten Gartenvogelarten im Porträt beim NABU.

Natur im Sommer

Im Sommer scheint die Natur ein bisschen zur Ruhe zu kommen. Viele Vögel haben ihr Brutgeschäft bereits erledigt, die ersten zieht es sogar schon wieder auf den langen und beschwerlichen Weg nach Süden. Dennoch ist draußen mehr geboten als Badesee und Strandvergnügen. Vor allem in der Kleintierwelt gibt es von bunten Schmetterlingen bis zu zirpenden Heuschrecken viel zu entdecken.

Mehr dazu beim NABU.

Insektenschutz top – Klimapolitik flopp

Braunkohletagebau, Foto: NABU / Matthias Premke-Kraus

Die GroKo-Verhandler haben sich im Grundsatz geeinigt. Der NABU bewertet den Koalitions­vertrag zwischen Union und SPD als ambitioniert im Natur­schutz, jedoch erschreckend mutlos in der Verkehrs- und Klimapolitik.

Ein ganzheitlicher Plan muss her.

Union und SPD haben den alarmierenden Zustand unserer Natur nun offensichtlich erkannt. Die versprochenen Schutzmaßnahmen geben Anlass zur Hoffnung. Was allerdings fehlt, ist ein über­geordneter Plan, der Klima, Infrastruktur und den Erhalt unserer Lebensgrundlagen zusammen denkt. Mit neuen Rekordinvestitionen in Verkehrsprojekte werden weitere Lebensräume zerschnitten und die stiefmütterliche Behandlung des Klimaschutzes wird unsere Ökosysteme stark unter Druck setzen.

Die GroKo nennt erstmals den Schutz von Wildnis und Insekten als politische Ziele und verspricht umfassende Programme zu ihrem Schutz. Außerdem begrüßt der NABU, dass die Große Koalition – neben dem neuen Wildnisfonds – das Nationale Naturerbe um 30.000 Hektar ausweiten möchte. Außerdem sollen mehr Flüsse renaturiert und erstmals auch eine Strategie zum Schutz der Moore entwickelt werden. Zudem soll der Erhalt der biologischen Vielfalt zur Querschnittsaufgabe aller Politikfelder werden.

Mehr dazu unter NABU.de.

"Braunkohle plus Atom" ist ein verheerendes Signal

Der Klimaschutz wurde ausgelagert, die Atomkraft ganz ausgeklammert. Als Ersatz für belgische Atomkraft bot NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ausge­rechnet dreckige deutsche Braunkohle an. Unverant­wortlich und ein verheerendes Signal.

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), die atomkritische Ärztevereinigung IPPNW, der Naturschutzbund (NABU) NRW sowie mehrere regionale Anti-Atomkraft- und Anti-Braunkohle-Initiativen kritisieren die Ergebnisse der Sondierungs­gespräche zur Neuauflage der Großen Koalition scharf: "Das Thema Klimaschutz wurde an eine Kommission ausgelagert, die Atomkraft ganz ausgeklammert. Weder gibt es eine schnellere Abschaltung der noch laufenden Atomkraftwerke noch eine Vereinbarung zur längst überfälligen Stilllegung der Urananreicherungsanlage in Gronau und der Brennelementefabrik in Lingen. Von beiden Standorten werden z. B. die Pannenreaktoren Tihange und Doel in Belgien beliefert, aber auch sicherheitstechnisch mangelhafte Reaktoren in Frankreich, Finnland und der Ukraine," so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. Erst vor wenigen Wochen hatten zwei Gutachten des Bundesumweltministeriums ergeben, dass eine Stilllegung der Urananreicherungsanlage und der Brennelementefabrik rechtlich einwandfrei möglich ist.

Besonders enttäuscht sind die Verbände und Initiativen von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und SPD-Chef Martin Schulz. Laschet hatte im vergangenen Jahr mehrfach ein Aus für die Brennelementeexporte von Lingen ins belgische Tihange gefordert. Davon war bei den Sondierungsgesprächen nichts mehr zu hören. Stattdessen bot Laschet vor Weihnachten ausgerechnet dreckige deutsche Braunkohle als Ersatz für die belgischen AKW an. Schulz hingegen tut so, als wenn das deutsch-belgische Atomproblem gar nicht existiert. Beides ist unverantwortlich und ein verheerendes Signal. Laschets Versuch, die Sorgen der sowohl von Braunkohle und maroden Atomreaktoren betroffenen Bürgerinnen und Bürger gegeneinander auszuspielen, ist geradezu perfide.

Mehr dazu unter NRW.NABU.de.

15.02.2018

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