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Jetzt die Natur in NRW mit einem neuen Nationalpark schützen

NABU NRW startet eine Online-Bürger*innenbefragung für einen zweiten Nationalpark. Jetzt mitmachen und abstimmen!

Großes Torfmoor Hille im Kreis Minden-Lübbecke (Foto: NABU Bochum)

Die Vielfalt der Arten und Lebensräume schwindet in einem beunruhigenden Tempo. Auch hier in Nordrhein-Westfalen ist die Bilanz besorgniserregend: Fast die Hälfte der bekannten Tier-, Pilz- und Pflanzenarten ist gefährdet, vom Aussterben bedroht oder sogar bereits ausgestorben. Dazu passt, dass rund 80 Prozent der Lebensräume wie Moore, Wälder, Grünlandflächen und Gewässer in einem schlechten ökologischen Zustand sind. „Doch NRW hat nun die Chance der Naturkrise entschieden etwas entgegenzusetzen: Die Ausweisung eines zweiten Nationalparks wäre ein entscheidender Schritt, um dem Ziel des Weltnaturabkommens, 30 Prozent der Landesfläche effektiv zu schützen, näher zu kommen“, erklärte Dr. Heide Naderer, NABU-Landesvorsitzende, anlässlich des Starts der NABU-Online-Petition „Jetzt die Natur in NRW mit einem neuen Nationalpark schützen!“

Ab sofort ruft der NABU NRW damit alle Bürger*innen dazu auf, ihre Stimme für einen zweiten Nationalpark in Nordrhein-Westfalen abzugeben. Denn das Land NRW hat keine direkte Beteiligung der Bevölkerung am Findungsprozess für einen weiteren Nationalpark vorgesehen. Und auch in den Kreisen werden Entscheidungen pro oder contra Nationalpark bisher ohne eine solche Beteiligung getroffen. Naderer: „Unsere Onlinepetition ermöglicht nun allen Menschen in diesem Land mit einem klaren Votum für einen zweiten Nationalpark zu stimmen und so direkt und unmittelbar ein starkes Zeichen für den Naturschutz in der Region und die dringend notwendige Stärkung unserer Schutzgebiete zu setzen.“

Dass Nationalparks uns aus der Naturkrise helfen können, zeigt der erste nordrhein-westfälische Nationalpark Eifel: Über 2.600 Rote-Liste Arten finden hier Zuflucht, und jährlich werden neue Rückkehrer entdeckt. Auch die Menschen profitieren – über 30 Millionen Euro Bruttoumsatz registrierte die Region nur 10 Jahre nach Gründung des Nationalparks. Und nicht nur wirtschaftlich profitiert der Mensch. Die Natur als Erholungsort und wichtige Ökosystemfunktionen wie Wasser- und Luftfilterung, sowie Schutz vor Extremwetter und Bestäubung bleiben erhalten.

Mehr zur Petition und den Abstimmungsmöglichkeiten: www.nrw.nabu.de/zweiter-nationalpark