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Schutz der gefährteten Igel: Nachtverbot für Mähroboter in Bochum

Igel sind in Deutschland und Europa aufgrund von Lebensraumverlust, Verkehr und Nahrungsmangel durch Einsatz von Pestiziden erstmals auf der Roten Liste als „potenziell gefährdet“ eingestuft. Der NABU Bochum erinnert deshalb zu Beginn der Mähsaison daran, dass die Stadt Bochum am 23. September 2025 zum Schutz der Igel ein Nachtverbot für Mähroboter zunächst für 2 Jahre ausgesprochen hat.

Igel im Garten( Foto: NABU / C. Kuchem)
Die wichtigsten Fakten zum Verbot:
  • Zeitraum: Das Verbot gilt in der Dämmerung und nachts, konkret von 30 Minuten vor Sonnenuntergang bis 30 Minuten nach Sonnenaufgang.
  • Grundlage: Die Stadt Bochum hat eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen, die auf dem Schutz von Igeln und anderen Kleintieren basiert, die durch die Klingen der Roboter schwer verletzt oder getötet werden können.
  • Empfehlung: Die Stadt bittet darum, die Geräte idealerweise nur zwischen 9 und 17 Uhr einzusetzen.
  • Hintergrund: Igel rollen sich bei Gefahr zusammen, was keinen Schutz vor den scharfen Messern der Mähroboter bietet.
  • Gültigkeit: Die Regelung wurde im September 2025 beschlossen und gilt zunächst bis 31.12.2027

Die Untere Naturschutzbehörde und auch der NABU Bochum empfehlen dringend, die Mähroboter so zu programmieren, dass sie diese Zeiten einhalten, um Bußgelder zu vermeiden und einen Beitrag zum Artenschutz zu leisten.

  • Die Städtische Allgemeinverfügung ist hier nachzulesen.
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