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Neuigkeiten von der Streuobstwiese

Im Verlaufe der letzten 4 Monate (Stand Februar 2026) entstand eine neue Trockensteinmauer mit angrenzendem Sandarium zur Bereicherung der belebte Umwelt auf der Streuobstwiese in Bochum-Eppendorf.

Vier Studierende der Hochschule Bochum haben im Rahmen einer Projektstudie des Studiengangs „Nachhaltige Entwicklung“ diese Trockensteinmauer und das angrenzende Sandarium – unter der Betreuung durch unseren 1. Vorsitzenden Mathias Kirsch – selbstständig erbaut.

Ziel der Initiative ist, die Biodiversität der Streuobstwiese langfristig zu steigern. Dabei dient das Sandarium vor allem als Nistraum für Wildbienen, welche zu 75 % am Boden nisten. Mit einer Tiefe von 50 cm bemisst die gesamte ausgehobene Fläche 4,08 qm2.

Die unterste mit Schotter gefüllte Schicht dient als Drainage. Darauf wurde ein Gemisch aus Spielsand- und Lehm (Verhältnis 8:1) aufgetragen.  Diese Kombination bildet für die Wildbienen eine gute Grundlage für einen stabilen Nistbau. Spielsand als alleiniges Material hätte zur Folge, dass durch die feine Körnung die gegrabenen Gänge der Bienen einstürzen.

Die ausgehobene Erde wurde  für den Bau der Trockensteinmauer wiederverwendet:  als Grundlage für die darauf zu platzierenden Steine und Dachpfannen. Die verwendeten Steine kamen von der Streuobstwiese,  die Dachpfannen wurden vom Naturschutz AGARD e.V. aus dem Westfalenpark in Dortmund als Spende bereitgestellt.  Letztere bieten eine gute Grundlage für die Ableitung von Niederschlagswasser.

Ein Teil der ausgehobenen Fläche  blieb zunächst frei und wurde am Ende für eine Auflage aus Todholz verwendet. Das schafft zusätzlich essenzielle Habitate für zahlreiche Insekten und Pilze. 

Zufrieden mit dem Ergebnis ihres umfangreichen und zum Teil Kräfte zehrenden Schaffens bedanken sich Tobi, Benita, Leni und Tobi beim NABU Bochum für die Unterstützung und die Chance, während ihres Studiums dieses Projekt auf der Streuobstwiese durchführen zu können.

Nun sind alle gespannt, welche Arten wir  im Frühjahr bei der Besiedlung des neuen Biotops beobachten werden.

Mehr zu Streuobstwiesenschutz in NRW gibt es hier.