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Pilzführung im Berghofer Holz

In der Nacht vom 24. auf den 25.10. 2026 fegte das Sturmtief „Manja“ über NRW hinweg und brachte bis in die frühen Morgenstunden kräftigen Regen und einen stark auffrischende SW-Wind.Glück für uns, dass „Manja“ im Verlauf des Vormittags eine Pause einlegte, sodass die Pilz-Veranstaltung im Berghofer Holz pünktlich um 11:00 Uhr starten konnte.

Thomas Kalveram, dessen Führungen seit Jahren äußerst beliebt sind, begann mit der Frage „ Was sind Pilze?“. Hierbei erklärte er den 19 interessierten Teilnehmer*innen Begriffe wie Mycel, Fruchtkörper und Sporen, zeigte morphologische Charakteristika der verschiedenen Gruppen an mitgebrachten Beispielen auf und ging auf deren ökologische Bedeutung im Wald ein. Zum Ende des einführenden Vortrags stellte er  geeignete Literatur zur Bestimmung von Pilzen vor und ging auf die Probleme und Gefahren der Artbestimmung mithilfe von Apps ein.

Dann hieß es: ab in den Wald! Im Berghofer Holz ist der Altbestand von Rotbuchen auch von jüngeren Bäumen aus der Nachkriegszeit geprägt, vorwiegend Bergahorn. So präsentiert er sich heute in seiner Gesamtheit als weitgehend dicht geschlossener Hallenwald: Die Bäume sind hoch gewachsen, niedriges Astwerk und Unterwuchs fehlen weitgehend. An sich gutes Gelände für Pilzsuche.

Aber die stellte sich als gar nicht so einfach heraus. Dichtes Laub in allen Farben von grün, gelb über  orange bis braun bedeckte in dichten Lagen den gesamten Boden. Hinzu kam noch ein ohnehin schlechtes Pilzjahr aufgrund der fehlenden Niederschläge im Sommer.

Im Verlauf des Rundgangs entdeckten jedoch nicht nur der Referent, sondern auch einige der Teilnehmer*innen die unterschiedlichsten Exemplare. Vor allem auf Todholz, das im Berghofer Holz reichlich vorhanden ist, ließen sich die Pilze gut betrachten und fotografieren. Dabei erfuhr man viele Aspekte über die jeweilige Art, durfte den Geruch von Anis, Essig und Fahrradschlauch „genießen“ und sogar den scharfen Wasabi-Geschmack des giftigenTäublings vorsichtig probieren.

Fragen wie Essbarkeit, Formen der Wirkungsweise von giftigen Pilzen, Gefahr der Verwechselung und Züchtung von Pilzarten wurden während des gesamten Rundgangs angesprochen, Fragen beantwortet und Erfahrungen ausgetauscht.

Aufkommender Wind und heranziehende Regenwolken zeigten gegen 13:00 Uhr das Ende der Mittagspause von „Manja“ an und setzten damit ein Zeichen für den Rückweg.

Wir hoffen, dass alle Teilnehmer*innen  trocken nachhause gekommen sind und danken beiden, „Manja“ und Thomas Kalveram, für diese erfolgreiche und windstille Veranstaltung in stürmischen Zeiten.