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Juttas Kräuterworkshop „Lavendel“

Der Echte Lavendel (Lavandula angustifolia) zählt zweifelsohne zu einem der bekanntesten Kräuter. Die wohlriechende Pflanze mit ihren violetten Blüten ziert viele Gärten, Balkone und Fensterbänke. Doch die Pflanze kann weit mehr als nur dekorativ und als Nektarquelle für Insekten wirken. Als Heilkraut lindert Lavendel viele Beschwerden wie z.B. Schlaflosigkeit, Nervosität oder Migräne. Auch in der Küche lassen sich Blätter und Blüten für viele Gerichte als Gewürzkraut verwenden.

Leider nicht in die Provence –  „nur“ nach Dahlhausen –  lud Kneipp-Kräuterpraktikerin Jutta Münnig am vergangenen Samstag, dem 18. Juli,  zum Workshop „Lavendelschätze: Von der Heilpflanze zum Küchenliebling“ ein.

Perfekt  vorbereitet  begrüßte Jutta die Teilnehmenden mit einem köstlichen Blaubeer-Lavendel-Eistee und einem Kneippschen Armbad mit anschließender Lavendelöl-Behandlung der noch feuchten Haut: erfrischend, kühlend und bei regelmäßiger Anwendung die Abwehrkräfte stärkend.

Nach diesem einführenden Wake up waren alle hellwach und bereit zur Aufnahme von Juttas Ausführungen zu den Lavendelarten, die aufgrund von 115 verschiedenen Inhaltsstoffen als Heilpflanze mit entspannender, beruhigender, kühlender und entzündungshemmender Wirkung in verschiedenen Formen Anwendung finden: u.a. als Tee, Heil-Öle, Mottenschutz, Mittel gegen Mückenstiche und in Nahrungsmittel.

Lavendel in der Hausapotheke, der Küche sowie im Bad; diese Aspekte wurden exemplarisch im sich anschließenden Praxisteil umgesetzt. So galt es zunächst Stoffsäckchen mit Blüten zu befüllen, ein Duftkissen z.B. als Mottenschutz im Kleiderschrank verwendbar. Weiterhin wurden Lavendelblüten gemörsert, um mit anderen Zutaten Knetseife zur Körperpflege herzustellen. Kreativität war bei der nächsten Aufgabe gefordert, nämlich aus lufttrocknender Knetmasse Duftsteine zu formen, die später mit Lavendelöl beträufelt z.B. in Bädern oder Schlafräumen Verwendung finden. 

Eine Gruppe füllte dann noch vorbereitete Tinkturen aus Lavendel und Spitzwegerich  zur „Erste Hilfe bei Mückenstichen“ in Sprühfläschchen ab, während andere sich bereits mit der kulinarischen Verwendung beschäftigten: Bestreichen von Baguetteschnittchen mit salziger Lavendelbutter und Briocheschnitten mit Aprikosen- und Pflaumen-Lavendel-Marmelade sowie Mixen eines Cocktail aus Lavendelsirup und Sekt. Dies alles wurde neben einer von Jutta vorbereiteten Mascarpone-Lavendel-Creme und Lavendelbrot auf dem Tisch zum gemeinsamen Verzehr dekoriert.

Ein genussträchtiger, gemütlicher und unterhaltsamer Abschluss einer vielseitigen und interessanten Veranstaltung. Und – wie bisher immer – gab es für jeden Teilnehmenden neben den gefertigten Produkten noch ein umfangreiches Skript mit vielen weiteren Informationen und Rezepten sowie die Möglichkeit zur Einsicht in die ausliegende Literatursammlung zum Thema Lavendel.

Wir danken Jutta für die perfekte Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung und ihr ehrenamtliches Engagement. 

Aus gegebenen Anlass* bitten wir eindringlich bei Veranstaltungen mit beschränkter Teilnehmerzahl im Falle einer Verhinderung möglichst rechtzeitig um schriftliche oder telefonische Absage, sodass Interessenten auf der Warteliste ggf. rechtzeitig informiert bzw. unnötige Kosten für die Vorbereitung vermieden werden. 

*Bei dieser Veranstaltung erschienen bedauerlicherweise vier angemeldete Personen nicht.